Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel

Homöopathische Arzneimittel

Der Arzt und Apotheker Dr. Samuel Hahnemann startete vor etwa 200 Jahren einen Selbstversuch: Er fand heraus, dass eine größere Menge Chinarinde das vorübergehende Auftreten von Malaria-ähnlichen Symptomen auslösen kann. Hahnemann ging davon aus, dass die Fähigkeit von Stoffen, ähnliche Symptome zu erzeugen, die Ursache für die Heilwirkung ist. In der Homöopathie ist dieser Wirkmechanismus besser bekannt als das Ähnlichkeitsprinzip.

Heute wird eine Vielzahl an homöopathischen Arzneimitteln hergestellt. Auch im BAH sind viele Hersteller von homöopathischen Arzneimitteln organisiert. Der BAH setzt sich für die Interessen dieser Mitgliedsfirmen ein und unterstützt diese unter anderem bei fachlichen und regulatorischen Fragestellungen.

Anthroposophische Arzneimittel

Auch Hersteller anthroposophischer Arzneimittel sind Mitglied im BAH. Der Begriff „Anthroposophie“ setzt sich zusammen aus den griechischen Wörtern „anthropos“, der Mensch, und „sophia“, die Weisheit. Damit wird der sich selbst erkennende Mensch in den Mittelpunkt gestellt.

Ziel ist, den Einzelnen als vielschichtiges Wesen in Krankheit und Gesundheit zu verstehen – und seinen Heilungsprozess auf allen Ebenen zu unterstützen. Die Anregung der Selbstheilungskräfte verleiht dem kranken Menschen eine aktive Rolle in der Überwindung seiner Krankheit.

Die Anthroposophische Medizin verwendet für Arzneimittel fast ausschließlich natürliche Ausgangsstoffe. Die Rohstoffe und Ausgangsmaterialien sind entweder mineralischen, metallischen, pflanzlichen oder tierischen Ursprungs.

Seit 1976 ist die Anthroposophische Medizin im Arzneimittelgesetz und seit 1989 als medizinische Richtung im Sozialgesetzbuch V gesetzlich verankert und anerkannt.

Behördliche Prüfung

Homöopathische und anthroposophische Arzneimittel sind, wie oben beschrieben, seit 1976 im Deutschen Arzneimittelgesetz verankert. Bevor sie in der Apotheke abgegeben werden, müssen Homöopathika und Anthroposophika Kontrollinstanzen im Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) durchlaufen.

Der Hersteller des Arzneimittels muss dabei Nachweise über die Herstellung und die hochwertige Beschaffenheit des Arzneimittels anführen. Auch Sicherheit und Wirksamkeit, beziehungsweise die homöopathische oder anthroposophische Anwendung des jeweiligen Arzneimittels, muss der Hersteller durch Literaturdaten oder eigene Untersuchungen belegen.

Hier geht es zur Webseite
www.homoeopathie-entdecken.de

Webseite zu homöopathischen Arzneimitteln

Der BAH hat es sich zudem zum Ziel gesetzt, der Öffentlichkeit transparente und gut recherchierte Informationen zu homöopathischen Arzneimitteln zur Verfügung zu stellen.

Aus diesem Grund hat der BAH die WebseiteOpens external link in new window www.homoeopathie-entdecken.de ins Leben gerufen. Die Webseite bietet eine Informationsplattform rund um homöopathische Arzneimittel. 

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Repräsentative Befragungen

Der BAH beauftragt auch regelmäßig repräsentative Befragungen zu homöopathischen Arzneimitteln. In den Jahren 2009 und 2014 führte das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Verbandes repräsentative Bevölkerungsbefragungen zum Image und zur Akzeptanz von Homöopathika durch.

Die neuesten Ergebnisse zeigen, dass über die Hälfte der deutschen Bevölkerung bereits Homöopathika verwendet hat. Der Verwenderkreis wächst stetig weiter. Mehr über die Ergebnisse der Befragung ist in der rechten Spalte dieser Seite anhand von zwei PDF-Dateien zu finden.

Auch eine repräsentative Befragung der Gesellschaft für Konsumgüterforschung (GfK Health) im Jahr 2013 verdeutlicht die steigende Bedeutung von homöopathischen Arzneimitteln in Offizinapotheken. 90 Prozent der befragten Apotheker gaben an, dass die Nachfrage nach diesen Arzneimitteln in den letzten zehn Jahren gestiegen ist.

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