Das Grüne Rezept

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Rezeptfreie Arzneimittel sind wirksam und sicher und damit ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Dennoch werden sie seit 2004 nicht mehr grundsätzlich von den Krankenkassen erstattet. Was nicht jedem bekannt ist: Ärzte können rezeptfreie Arzneimittel auf einem Grünem Rezept verordnen. Patienten können dieses dann in der Apotheke einlösen.

Vorteile für Patienten

Den Patienten signalisiert eine Empfehlung auf Grünem Rezept, dass der Arzt die Anwendung des Arzneimittels aus medizinischer Sicht für notwendig erachtet.

Gleichzeitig dient das Grüne Rezept den Patienten als Merkhilfe. Denn auf diesem vermerkt der Arzt alle wichtigen Informationen, wie den Namen des Präparates, die Darreichungsform und die Packungsgröße. Zudem kann das Grüne Rezept mit Quittung bei der Einkommenssteuererklärung des Patienten als Beleg für außergewöhnliche Belastungen eingereicht werden.

Übrigens: Einige gesetzliche Krankenkassen erstatten im Rahmen von sogenannten Satzungsleistungen teilweise auf Grünem Rezept verordnete Arzneimittel.

Zahlen zum Grünen Rezept

Den Erfolg des Grünen Rezeptes belegen auch folgende Zahlen: Ärzte haben im Jahr 2016 circa 45 Millionen Verordnungen rezeptfreier Arzneimittel auf Grünen Rezepten ausgestellt.

Die Top 5 Indikationen nach Verordnungen auf Grünen Rezepten sind Husten- und Erkältungspräparate, Mittel gegen Schnupfen und andere Erkrankungen der Nase, sonstige therapeutische Präparate (z.B. Präparate zur Stärkung des Immunsystems), Mittel zur Anwendung gegen Durchfall und Elektrolytersatz, sowie Schmerzmittel.

Im Rahmen einer repräsentativen Umfrage des Deutschen Gesundheitsmonitors des BAH im Mai und Juni 2014 gaben über die Hälfte der Befragten an, das Grüne Rezept zu kennen und fast die Hälfte hat auch selbst bereits eines erhalten. Neun von zehn Befragten lösten es daraufhin in einer Apotheke vor Ort ein.

Quellen: BAH, IMS Health