Arzneimittelvielfalt

Der BAH steht mit seinen Mitgliedsunternehmen für eine große Vielfalt sowohl rezeptpflichtiger als auch rezeptfreier Arzneimittel. Für eine möglichst individuelle Patientenversorgung benötigen Ärzte und Apotheker ein breites Spektrum an Therapie-  und Empfehlungsoptionen. Arzneimittel tragen ganz wesentlich dazu bei, dass Patienten ihren alltäglichen Herausforderungen in Beruf und Familie gerecht werden können und ihre Lebensqualität wiedererlangen beziehungsweise erhalten.

Zudem sparen Arzneimittel in erheblichem Maße Ressourcen in anderen Sektoren des Gesundheitssystems, zum Beispiel durch Erleichterung oder Vermeidung von Pflege, operativen Eingriffen oder Krankenhausaufenthalten, und weisen damit relevante gesundheitsökonomische Effekte auf. Sie generieren aber auch volkswirtschaftlichen Nutzen, unter anderem durch Vermeidung von Arbeitsausfällen und Produktivitätsverlusten sowie durch Optimierung von Ressourcen.

Wirtschaftsfaktor in den Regionen

Die BAH-Mitgliedsunternehmen stellen als global agierende Großkonzerne, Mittelstandsunternehmen – inhabergeführt oder in Form einer Kapitalgesellschaft – oder als Familienunternehmen insgesamt einen wichtigen Wirtschaftsfaktor dar und sind in den Regionen vor Ort oft für das soziokulturelle Leben von Bedeutung. Sie entwickeln, produzieren und versorgen die Menschen mit Arzneimitteln zur Behandlung …

  • bisher nicht bzw. nicht ausreichend therapierbarer Erkrankungen – sog. Innovationen – denn nur etwa ein Drittel aller bekannten Krankheiten können bis heute medikamentös behandelt werden,
  • seltener Erkrankungen,
  • akuter und mitunter lebensbedrohlicher Krankheiten,
  • der großen Volkskrankheiten und zahlreicher chronischer Krankheiten und
  • leichterer Erkrankungen und Gesundheitsstörungen.

[TRENNER]

Bei diesen Arzneimitteln handelt es sich entweder um rezeptpflichtige (Rx-Arzneimittel) oder um rezeptfreie Arzneimittel (OTC-Arzneimittel) chemisch-synthetischer, biotechnologischer, pflanzlicher oder mineralischer Herkunft.

Originale, Alt-Originale und Generika

Unterliegen Arzneimittel einem (Wirkstoff-)Patent, werden sie oft als Originale bezeichnet. Ist der Patentschutz abgelaufen, so werden diese Arzneimittel zu sogenannten Alt-Originalen. Infolge der Patentfreiheit können aber weitere Anbieter wirkstoffgleiche Arzneimittel auf dem Markt bringen. Diese werden Generika genannt.

Arzneimittel, die nach den Regeln der Homöopathie (Homöopathika) oder Anthroposophie (Anthroposophika) zubereitet sind, werden neben den pflanzlichen Arzneimitteln (Phytopharmaka) den Arzneimitteln der besonderen Therapierichtungen zugerechnet (siehe auch die Broschüre „Der Arzneimittelmarkt in Deutschland“).
 
Allen genannten Arzneimitteln ist gemein, dass sie bei der zuständigen europäischen Behörde oder den deutschen Bundesoberbehörden zugelassen beziehungsweise registriert sind. Das bedeutet, dass sie im Hinblick auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit geprüft worden sind.

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