Umfrage: Deutsche erwarten von nächster Regierung Fokus auf die Gesundheitsversorgung

28.10.2021 Durch die Pandemie ist die Gesundheitspolitik für knapp zwei von drei Deutschen (64 Prozent) wichtiger geworden. Entsprechend erwartet eine große Mehrheit der Bevölkerung von der Bundesregierung, zentrale Gesundheitsthemen anzugehen.

Dazu zählen laut Befragten die Bereitstellung von Gesundheitsinfrastruktur wie Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken und Pflegeeinrichtungen (87 Prozent), eine sichere Versorgung mit Arzneimitteln (84 Prozent) und die weitere Forschung an und Entwicklung von Arzneimitteln (84 Prozent). So die Ergebnisse der aktuellen, repräsentativen Gesundheitsmonitor-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH), die von Nielsen im Oktober 2021 durchgeführt wurde.

„Eine sehr große Mehrheit der Bevölkerung erwartet von der Politik in den kommenden vier Jahren mehr Einsatz für eine gute Gesundheitsversorgung. Dazu zählen insbesondere die sichere Versorgung mit Arzneimitteln sowie ein Umfeld, das Arzneimittelforschung an neuen und bekannten Wirkstoffen möglich macht“, kommentiert Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH, das Ergebnis der aktuellen Umfrage. Die Pandemie habe vor Augen geführt, wie wichtig der Erhalt und Ausbau einer leistungsfähigen Gesundheitsinfrastruktur für Deutschland seien, so Dr. Cranz weiter.

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens voranzutreiben, halten knapp drei von vier Befragten (72 Prozent) ebenfalls für eine dringende Aufgabe der nächsten Bundesregierung. Dazu zählen etwa die elektronische Patientenakte (69 Prozent), der elektronische Medikationsplan (66 Prozent) und das elektronische Rezept (58 Prozent). Die Einführung dieser Instrumente bewertet die Mehrheit der Bevölkerung als besonders wichtig für die Verbesserung der eigenen Versorgungssituation. Auch von Digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA) erhoffen sich 55 Prozent der Befragten eine bessere individuelle Versorgung.

„Die deutsche Bevölkerung wünscht sich den weiteren Ausbau der Digitalisierung im Gesundheitsbereich“, stellt Dr. Hubertus Cranz fest. Schließlich verspreche die weitere Digitalisierung des Gesundheitswesens einen leichteren und individuelleren Zugang zu Gesundheitsangeboten sowie beschleunigte Prozesse. „Daher sollten auch die Hersteller von Arzneimitteln und Medizinprodukten einen Zugang zu anonymisierten Gesundheitsdaten zu Forschungszwecken erhalten, um dringend benötigte Innovationen noch schneller verfügbar zu machen.“

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