Senioren am zufriedensten mit Gesundheitsversorgung – größte Zukunftsangst bei 50 plus

30.09.2019 – Fast acht von zehn Bundesbürgern (78 Prozent) ab 70 Jahren beurteilen die aktuelle Gesundheitsversorgung an ihrem Wohnort mit den Schulnoten „sehr gut“ oder „gut“. Damit sind die Senioren die zufriedenste Altersgruppe.

Die vorangehende Altersgruppe der Generation 50 plus, die sogenannten „Best Ager“, ist dagegen am skeptischsten, was die weitere Entwicklung in den nächsten zehn Jahren anbelangt: So erwartet fast jeder Dritte (32 Prozent) der 50 bis 69-Jährigen eine Verschlechterung der Gesundheitssituation am Wohnort. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Meinungsumfrage des Gesundheitsmonitors des Bundesverbandes der Arzneimittel-Hersteller (BAH) unter 2.000 Bundesbürgern in diesem Jahr. Morgen ist der internationale Tag der älteren Menschen.

Das Gesundheitswesen in Deutschland als solches beurteilen die Bundesbürger insgesamt eher mittelmäßig. So vergibt hier etwa ein Drittel der Menschen die Schulnote „befriedigend“. Allerdings sind auch hier die Menschen ab 70 am zufriedensten: Mehr als jeder Vierte (42 Prozent) entscheidet sich für die Note „sehr gut“ oder „gut“. Und auch hier ist der Pessimismus der Generation 50 plus hinsichtlich der weiteren Entwicklung am größten: 43 Prozent prognostizieren eine Verschlechterung in den nächsten zehn Jahren.

„Die hohe Zufriedenheit der Älteren mit dem Status Quo der deutschen Gesundheitsversorgung einerseits und der große Pessimismus der Generation 50 plus andererseits zeigen deutlich, dass wir bei den bisherigen Errungenschaften im Gesundheitswesen nicht stehenbleiben dürfen. Gerade die Sorgen der Berufstätigen, die in absehbarer Zeit in den Ruhestand gehen, müssen wir ernst nehmen“, sagt Dr. Hubertus Cranz, Hauptgeschäftsführer des BAH.

Dazu gehöre die Sicherstellung einer guten Gesundheitsversorgung für Ältere und Jüngere, für Stadt und Land, für alle Bildungs- und Einkommensschichten. „Gerade der demografische Wandel in Verbindung mit der Urbanisierung erfordert eine funktionierende Gesundheitsversorgung auf dem Land. Wenn dort weiterhin Arztpraxen und Apotheken schließen, geht das vor allem zu Lasten der älteren, in der Regel kränkeren Bevölkerung. Dem müssen wir entgegenwirken. Die Arzneimittel-Hersteller werden ihren Teil dazu beitragen“, so Cranz.

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