BAH-Gesundheitsmonitor

Der BAH befragt die deutsche Bevölkerung regelmäßig zur gesundheitlichen Versorgungssituation in Deutschland und zu ihrer Meinung zu aktuellen gesundheitspolitisch oder wissenschaftlich relevanten Themen. Im Frühjahr 2013 startete die erste repräsentative Umfrage des BAH-Gesundheitsmonitors.

Pressemitteilungen zum Gesundheitsmonitor sowie aktuelle Ergebnisse finden Sie im unteren Bereich dieser Seite.

Das Marktforschungsunternehmen The Nielsen Company GmbH befragt im Auftrag des BAH einmal im Jahr etwa 2.000 Bundesbürger zur Versorgungssituation und zweimal im Jahr etwa 1.000 Bundesbürger zu aktuellen Brennpunktthemen. Mittlerweile hat der Gesundheitsmonitor seinen festen Platz unter den Befragungen im Gesundheitswesen.

 

Impfbereitschaft Coronaimpfung

Stichprobe: 1.007 Personen, März 2021, The Nielsen Company.

Hohe Impfbereitschaft – am liebsten in der Arztpraxis

Eine Brennpunktbefragung unter 1.007 Personen im März 2021 thematisierte die Einstellungen der Menschen in der Coronakrise sowie die Bereitschaft zur Coronaimpfung.

Demnach möchten sich 72 Prozent der Befragten impfen lassen. Die Bereitschaft ist somit im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent gestiegen. 57 Prozent der Deutschen möchte sich lieber heute als morgen impfen lassen. Jeder Fünfte (21 Prozent) gab an, noch abwarten zu wollen. Zwölf Prozent möchten sich gar nicht impfen lassen, zehn Prozent haben sich noch nicht entschieden.

Ein weiteres Ergebnis der Befragung: 87 Prozent möchten sich beim Haus- oder Facharzt impfen lassen. Die Arztpraxis ist somit die bevorzugte Anlaufstelle der Deutschen, wenn es ums Impfen geht. 73 Prozent würden das regionale Impfzentrum aufsuchen, 68 Prozent das Krankenhaus und 42 Prozent die Apotheke.

 

Wo würden Sie sich impfen lassen?

Stichprobe: 1.007 Personen, März 2021, The Nielsen Company.

Versorgungsindex für das Jahr 2020: Gesundheitswesen wird positiv beurteilt

Die aktuelle Befragung zur Versorgungssituation fand im Oktober und November 2020 statt. Die Ergebnisse sind nun ausgewertet.

Demnach haben während der Pandemie die Bürgerinnen und Bürger das eigene Gesundheitssystem stärker schätzen gelernt: Drei von Vier Befragten (75 Prozent) geben der Versorgung in Deutschland die Note Eins bis Drei. In den Jahren 2018 und 2019 waren dies jeweils nur 71 Prozent.

Der Gesundheitsmonitor zeigt auch: Die Corona-Pandemie hat die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland etwas verringert. Nur noch 68 Prozent der Bevölkerung zeigen sich mit ihrem Leben allgemein zufrieden, in den beiden Jahren zuvor sagten dies noch 73 Prozent. Dabei fällt auf, dass Frauen auch weiterhin unzufriedener sind als Männer. Die weiblichen Befragten (zufrieden: 70 Prozent) erleben die Pandemie noch etwas negativer als die männlichen (zufrieden: 66 Prozent).

 

Vertrauen zu Akteuren: Die Apotheke vor Ort

Stichprobe: 2.000 Personen, Oktober / November 2020, The Nielsen Company.

Die Gesundheitsversorgung beurteilen die Bürgerinnen und Bürger, wie oben bereits erwähnt, insgesamt positiv. Nach unterschiedlichen Bereichen der Versorgung befragt, wird die Arzneimittelversorgung am besten bewertet – und damit noch besser als die Krankenhaus- und die hausärztliche Versorgung. 86 Prozent der Befragten geben ihr die Schulnoten 1 bis 3.

Im Coronajahr bringt die Bevölkerung Arzneimittel-Herstellern (plus 5 Prozentpunkte), Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen mehr Vertrauen entgegen. Der Apotheke vor Ort vertrauen weiterhin mehr als drei Viertel der Deutschen; sie steht damit an erster Stelle aller abgefragten Akteure im Gesundheitswesen.

 

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